Inhalt
- Was sind Hashtags?
- Warum Hashtags im Marketing wichtig sind
- Arten von Hashtags
- Wie viele Hashtags pro Plattform?
- So findest du die richtigen Hashtags
- Einen eigenen Marken-Hashtag aufbauen
- Häufige Fehler beim Einsatz von Hashtags
- Hashtags messen und optimieren
- Hashtags im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen
- Beispiel: Hashtag-Set für ein lokales Café
- Hashtags und Barrierefreiheit
- Fazit: Weniger, dafür passender
- Häufige Fragen zu Hashtags
Hashtags gehören seit Jahren fest zum Social-Media-Marketing. Das kleine Rautezeichen vor einem Begriff macht aus einem Wort einen anklickbaren Link, der Beiträge zu einem Thema bündelt. Für Unternehmen, Selbstständige und Creator sind Hashtags ein kostenloses Werkzeug, um Inhalte auffindbar zu machen und Communities aufzubauen.
Doch die Spielregeln haben sich verändert. Plattformen setzen heute stärker auf Algorithmen und Suchfunktionen, und nicht jede Hashtag-Strategie von früher funktioniert noch. In dieser Anleitung erfährst du, wie Hashtags heute wirken, wie viele du auf welcher Plattform verwenden solltest und wie du die richtigen findest.

Was sind Hashtags?
Ein Hashtag ist ein Schlagwort, dem ein Rautezeichen (#) vorangestellt wird – zum Beispiel #Gründung oder #Nachhaltigkeit. Soziale Netzwerke verwandeln diese Begriffe automatisch in Links. Wer darauf klickt oder danach sucht, sieht alle öffentlichen Beiträge mit diesem Schlagwort.
Bekannt wurde das Prinzip 2007 auf Twitter, heute X. Inzwischen nutzen fast alle großen Plattformen Hashtags, darunter Instagram, TikTok, LinkedIn, YouTube, Facebook und Pinterest.
Warum Hashtags im Marketing wichtig sind
Richtig eingesetzt, bringen Hashtags mehrere Vorteile:
- Auffindbarkeit: Nutzer, die einem Hashtag folgen oder danach suchen, entdecken deine Inhalte, auch wenn sie dir noch nicht folgen.
- Einordnung: Hashtags helfen den Algorithmen, deinen Beitrag thematisch zu verstehen und passenden Menschen anzuzeigen.
- Community-Bildung: Eigene Hashtags bündeln Beiträge deiner Kundschaft, etwa bei Aktionen oder Events.
- Trends nutzen: Wer aktuelle Themen aufgreift, kann zusätzliche Aufmerksamkeit gewinnen.
- Auswertung: Über Marken- oder Kampagnen-Hashtags lässt sich nachvollziehen, wie viele Beiträge zu einer Aktion entstanden sind.
Wichtig ist aber auch die realistische Einordnung: Hashtags sind ein Baustein unter vielen. Guter Content, Interaktion und eine klare Zielgruppe sind für die Reichweite deutlich wichtiger.
Arten von Hashtags
Nicht alle Hashtags erfüllen denselben Zweck. Eine gute Strategie kombiniert verschiedene Typen:
- Marken-Hashtags: Dein Unternehmensname oder Slogan, zum Beispiel #ProjektmensaTipps.
- Kampagnen-Hashtags: Gelten für eine bestimmte Aktion, ein Gewinnspiel oder eine Produkteinführung.
- Themen-Hashtags: Beschreiben den Inhalt, etwa #Contentmarketing oder #VeganeRezepte.
- Community-Hashtags: Werden von einer bestimmten Szene genutzt, zum Beispiel #Gründerszene.
- Lokale Hashtags: Verknüpfen Inhalte mit einem Ort, etwa #KölnFood oder #MünchenStartups. Sie sind besonders für lokale Betriebe interessant – passend zu einer Strategie für lokales SEO.
- Trend- und Event-Hashtags: Beziehen sich auf aktuelle Ereignisse, Feiertage oder Messen.
Wie viele Hashtags pro Plattform?
Die ideale Anzahl hängt stark von der Plattform ab. Folgende Richtwerte haben sich bewährt:
Instagram erlaubt bis zu 30 Hashtags pro Beitrag. Instagram selbst empfiehlt in seinem Hilfebereich jedoch, wenige, aber passende Hashtags zu verwenden. In der Praxis haben sich drei bis fünf sehr relevante Hashtags bewährt. Mehr ist nicht automatisch besser – zu viele allgemeine Begriffe können sogar unseriös wirken.
TikTok
Auf TikTok helfen Hashtags dem Algorithmus bei der Einordnung des Videos. Drei bis fünf passende Hashtags reichen in der Regel. Wichtiger sind Bildsprache, Ton, Texteinblendungen und die Beschreibung, denn TikTok wird zunehmend wie eine Suchmaschine genutzt.
Auf LinkedIn genügen meist zwei bis drei fachliche Hashtags am Ende eines Beitrags. Zu viele wirken schnell werblich und lenken vom Inhalt ab.
X (ehemals Twitter)
Hier gilt: ein bis zwei Hashtags. Durch die begrenzte Zeichenzahl sollten sie möglichst in den Satz eingebaut werden.
YouTube
YouTube zeigt bis zu drei Hashtags über dem Videotitel an. Sie ergänzen Titel und Beschreibung, ersetzen aber keine gute Optimierung.
Auf Facebook spielen Hashtags eine geringere Rolle. Ein bis zwei gezielte Hashtags, etwa für Kampagnen, sind ausreichend.

So findest du die richtigen Hashtags
Die Kunst liegt darin, Hashtags zu wählen, die zu deinem Inhalt passen und gleichzeitig von deiner Zielgruppe genutzt werden.
1. Zielgruppe verstehen
Überlege, wonach deine Zielgruppe sucht und welche Begriffe sie selbst verwendet. Fachsprache aus deinem Unternehmen ist oft nicht identisch mit der Sprache deiner Kundschaft.
2. Konkurrenz und Vorbilder beobachten
Schau dir an, welche Hashtags erfolgreiche Accounts in deiner Branche nutzen. Notiere Begriffe, die regelmäßig auftauchen und zu deinem Angebot passen.
3. Plattform-Suche nutzen
Gib Begriffe in die Suche von Instagram, TikTok oder LinkedIn ein. Die Vorschläge zeigen dir verwandte Hashtags und geben einen Eindruck, wie viele Beiträge es dazu gibt.
4. Die richtige Größe wählen
Sehr große Hashtags mit Millionen Beiträgen sind stark umkämpft, dein Beitrag geht dort schnell unter. Sehr kleine Hashtags werden dagegen kaum gesucht. Ideal ist eine Mischung aus mittelgroßen und spezifischen Nischen-Hashtags.
5. Relevanz prüfen
Klicke auf jeden Hashtag, bevor du ihn verwendest. Manche Begriffe werden in einem ganz anderen Zusammenhang genutzt, als du denkst, oder sind mit unpassenden Inhalten verknüpft.
Die Herangehensweise ähnelt einer klassischen Keyword-Recherche für Suchmaschinen: Du suchst Begriffe mit passender Nachfrage und überschaubarer Konkurrenz.
Einen eigenen Marken-Hashtag aufbauen
Ein eigener Hashtag kann deine Marke stärken und nutzergenerierte Inhalte sammeln. So gehst du vor:
- Kurz und einprägsam: Der Hashtag sollte leicht zu merken und zu schreiben sein.
- Eindeutig: Prüfe, ob er schon von anderen genutzt wird.
- Gut lesbar: Schreibe einzelne Wörter groß, etwa #MeinGründerTag statt #meingründertag. Das hilft auch Screenreadern.
- Sichtbar machen: Platziere den Hashtag in deiner Bio, auf Verpackungen, Flyern, im Laden oder in deinem Newsletter.
- Belohnen: Teile Beiträge deiner Kundschaft mit dem Hashtag oder verbinde ihn mit Aktionen.
Gerade für saisonales Marketing eignen sich Kampagnen-Hashtags, die zu einer bestimmten Jahreszeit oder Aktion passen.
Häufige Fehler beim Einsatz von Hashtags
- Zu viele Hashtags: Lange Hashtag-Blöcke wirken unprofessionell und lenken vom Inhalt ab.
- Irrelevante Trends nutzen: Wer Trend-Hashtags ohne Bezug verwendet, enttäuscht Nutzer und riskiert negative Reaktionen.
- Immer dieselben Hashtags kopieren: Passe die Auswahl an jeden Beitrag an.
- Zu allgemeine Begriffe: #love oder #business bringen kaum gezielte Reichweite.
- Gesperrte Hashtags: Manche Begriffe werden von Plattformen eingeschränkt, weil sie mit problematischen Inhalten verknüpft sind.
- Unleserliche Schreibweise: Ohne Großbuchstaben sind zusammengesetzte Hashtags schwer zu lesen und für Screenreader kaum verständlich.

Hashtags messen und optimieren
Auch Hashtags solltest du regelmäßig überprüfen. Business- und Creator-Konten zeigen in ihren Statistiken häufig an, wie viele Impressionen über Hashtags oder die Suche entstanden sind. Teste verschiedene Kombinationen und vergleiche die Ergebnisse über mehrere Wochen.
Notiere dir in einer einfachen Tabelle, welche Hashtags du verwendet hast und wie sich Reichweite, Speicherungen und neue Follower entwickelt haben. So erkennst du nach und nach, welche Begriffe für dich funktionieren.
Hashtags im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen
Hashtags allein machen noch keinen erfolgreichen Social-Media-Auftritt. Sie wirken am besten im Zusammenspiel mit:
- Starken Inhalten, die Mehrwert bieten.
- Aussagekräftigen Bildunterschriften mit relevanten Suchbegriffen.
- Regelmäßiger Interaktion mit deiner Community.
- Kooperationen mit anderen Accounts oder Creatorn. Wie du selbst Reichweite aufbaust, zeigt unser Beitrag Wie du zum Influencer wirst.
Beispiel: Hashtag-Set für ein lokales Café
Wie eine durchdachte Auswahl aussehen kann, zeigt ein einfaches Beispiel. Ein kleines Café in Leipzig postet auf Instagram ein Foto seines neuen Herbstkuchens. Statt wahllos zwanzig Begriffe anzuhängen, kombiniert es gezielt:
- Ein lokaler Hashtag: #LeipzigCafé – erreicht Menschen, die in der Stadt nach Cafés suchen.
- Ein Themen-Hashtag: #Kürbiskuchen – beschreibt den konkreten Inhalt des Bildes.
- Ein Community-Hashtag: #Kaffeeliebe – verbindet den Beitrag mit einer aktiven Szene.
- Ein Marken-Hashtag: der eigene Name des Cafés – sammelt Beiträge von Gästen.
Diese vier Hashtags passen zum Bild, sprechen unterschiedliche Suchende an und wirken nicht aufdringlich. Für den nächsten Beitrag, etwa ein Foto vom Frühstück, wechselt das Café den Themen-Hashtag, behält aber den lokalen und den Marken-Hashtag bei. So entsteht mit der Zeit ein klares Profil.
Hashtags und Barrierefreiheit
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Hashtags beeinflussen, wie zugänglich deine Beiträge sind. Menschen mit Sehbeeinträchtigung nutzen häufig Screenreader, die Texte vorlesen. Ein langer Block aus kleingeschriebenen Hashtags wird dabei zu einer schwer verständlichen Buchstabenfolge.
Mit wenigen Regeln machst du es allen leichter:
- Camel Case verwenden: Jedes Wort beginnt mit einem Großbuchstaben, zum Beispiel #NachhaltigGründen.
- Hashtags ans Ende stellen: So bleibt der eigentliche Text gut lesbar und verständlich.
- Keine Emojis als Ersatz für Wörter: Screenreader lesen Emojis mit ihrer Beschreibung vor, was den Text unnötig verlängert.
- Alternativtexte für Bilder ergänzen: Viele Plattformen bieten ein Feld für Bildbeschreibungen an. Nutze es.
Barrierefreie Beiträge sind nicht nur fair, sondern erreichen auch mehr Menschen. Davon profitiert am Ende auch deine Reichweite.
Fazit: Weniger, dafür passender
Hashtags sind ein einfaches, kostenloses Werkzeug, um Inhalte auffindbar zu machen und Themen zu bündeln. Entscheidend ist heute nicht mehr die Masse, sondern die Relevanz. Wähle pro Plattform eine kleine Anzahl gut recherchierter Hashtags, kombiniere Themen-, Nischen- und Marken-Hashtags und überprüfe regelmäßig, was funktioniert. So werden Hashtags zu einem sinnvollen Baustein deiner Social-Media-Strategie.
Häufige Fragen zu Hashtags
Wie viele Hashtags sollte ich auf Instagram verwenden?
Instagram erlaubt bis zu 30, empfiehlt aber wenige passende. Drei bis fünf relevante Hashtags haben sich in der Praxis bewährt.
Gehören Hashtags in den Text oder in den ersten Kommentar?
Am besten in die Bildunterschrift. So sind sie direkt mit dem Beitrag verknüpft und für die Plattform eindeutig zuzuordnen.
Bringen Hashtags heute noch Reichweite?
Ja, aber weniger als früher. Sie helfen vor allem bei der thematischen Einordnung und Suche. Guter Content und Interaktion sind wichtiger.
Sollte ich einen eigenen Hashtag für mein Unternehmen erstellen?
Das lohnt sich, wenn du nutzergenerierte Inhalte sammeln oder Kampagnen auswerten willst. Er sollte kurz, eindeutig und gut lesbar sein.
Warum sollte ich Wörter in Hashtags großschreiben?
Großbuchstaben machen zusammengesetzte Hashtags lesbarer und helfen Screenreadern, die einzelnen Wörter richtig vorzulesen.
Können Hashtags meinem Account schaden?
Ja, wenn sie irrelevant, gesperrt oder in sehr großer Zahl verwendet werden. Prüfe jeden Hashtag vor der Nutzung.
Wie oft sollte ich meine Hashtags wechseln?
Passe die Themen-Hashtags an jeden Beitrag an. Marken- und lokale Hashtags kannst du dauerhaft beibehalten, damit ein wiedererkennbares Profil entsteht.







